Wie PRISMA diversitäts- und teilhabeorientierte Organisationsentwicklung im Museum fördert
PRISMA ist ein Programm der Kulturstiftung der Länder, entwickelt und umgesetzt im Auftrag aller 16 Länder. PRISMA unterstützt und begleitet öffentlich getragene Museen aus ganz Deutschland bei ihrer diversitäts- und teilhabeorientierten Organisationsentwicklung. Alle Infos im Überblick.
Das Programm besteht aus vier synergetischen Formaten, die auf dieser Seite genauer erklärt werden.
Der Aufbau und die Ziele des Programms richten sich nach den Bedarfen der Museen. Dafür wird regelmäßig Feedback von teilnehmenden Museen eingeholt. Zusätzlich wird das Programmteam in der Umsetzung von Critical Friends begleitet, kritisch reflektiert und durch externe Supervision unterstützt. (Mehr zu Selbstverständnis und Arbeitsweise)
Interessierte Museen können sich bis zum 6. Oktober 2025 bewerben – hier geht’s zum Bewerbungsportal.
Vier synergetische Formate
Vier aufeinander aufbauende Werkstätten vermitteln Schlüsselkompetenzen und Strategien der diversitätsbezogenen Organisationsentwicklung im Museum. Jede Werkstatt hat einen thematischen Fokus und besteht aus mehreren inhaltlichen Einheiten. Während in Werkstatt 1 und 2 alle teilnehmenden Museen gemeinsam an Themen arbeiten (mit Wahlmöglichkeiten je nach individuellen Wissensständen und Bedarfen), haben Museen in Werkstatt 3 die Chance, eigene Schwerpunktthemen zu setzen und diese in Kleingruppen zu vertiefen. Die Werkstätten dienen der gemeinsamen Reflexion und nicht zuletzt auch der Vernetzung teilnehmender Museen untereinander.
Um jeweils auch individuelle Herausforderungen zu bearbeiten, die im Prozess der teilhabe- und diversitätsorientierten Organisationsentwicklung auftreten, ermöglicht PRISMA individuelle Beratungen. Ausgehend von konkreten Bedarfen, die unterstützt durch die Kulturstiftung der Länder identifiziert wurden, berät PRISMA teilnehmende Museen bei der Wahl passender Expert:innen und finanziert Beratungsgespräche. Die inhaltliche Ausgestaltung ihrer Zusammenarbeit stimmen Museen und Expert:innen miteinander ab.
Bereits während der Werkstätten haben teilnehmende Museen Gelegenheit, sich auch informell miteinander auszutauschen und zu vernetzen. PRISMA unterstützt Museen dabei, diese Vernetzung darüber hinaus zu einer eigenständigen Peer-to-Peer-Vernetzungsstruktur auszubauen. In Werkstatt 1 gibt es einen Input dazu, wie eine solche Struktur erfolgreich entwickelt und langfristig verstetigt werden kann.
Ergänzt werden Werkstätten, individuelle Beratungen und Peer-to-Peer-Vernetzung durch eine öffentliche Konferenzreihe zu grundsätzlichen Fragen zur Zukunft von Museen, Sammlungen und Ausstellungspraxis. Diese richtet sich an die interessierte Fachöffentlichkeit, versammelt internationale Perspektiven und stellt Praxisbeispiele vor, die sich von eurozentrischen Museumskonzeptionen lösen. Die Konferenzreihe regt zur gemeinsamen Reflexion musealer Fragen an und vervollständigt damit die vier synergetischen Formate von PRISMA.

PRISMA ist als Anstoß und Anregung für einen langfristigen Transformationsprozess gedacht: Museen werden darin bestärkt und gefördert, sich über ihre Teilnahme am Programm hinaus eigenständig, nachhaltig und ganzheitlich diversitätsorientiert und teilhabegerecht weiterzuentwickeln. Dabei können sie auf den Rückhalt von PRISMA zählen und Teil eines wachsenden Peer-to-Peer-Netzwerks werden.
Klingt interessant für Ihr Museum?
Öffentlich getragene Museen aus ganz Deutschland können sich bis zum 6. Oktober 2025 für PRISMA bewerben.
Hier geht’s direkt zum digitalen Bewerbungsportal. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Bewerbung!